Das Feinste Tier der Westküste und seine Expedition

Ich arbeitete sieben Jahre lang an Thailands Westküste als Wildtierfinder und möchte ein update ins Rheinland geben, wo wir hier nun stehen. Neben meterlangen Drachenechsen, kleinen Dschungelbären, Wildelefanten, Zwerghirschen (90cm niedlich), den obligatorischen Walhaien, lästigen Makaken, Korallen (sind auch Tiere), immer wiederkehrenden Berichten von Tigerspuren oben in den Hügeln, 10m Pythons, der gelegentlichen Königskobra in der Einfahrt – hat es (nicht nur) mir vor allem der Große Mantarochen (Manta Birostris) angetan.
Dies liegt vor allem am, nun ja.. Menschsein. Generell ist die Begegnung mit jeglichen Großgetier in seinem eigenen Lebensraum (und ausserhalb unserer eigenen Comfortzone) eine ziemlich flashige Angelegenheit – das hat vor allem mit der biochemischen Reaktion unseres Körpers zu tun. Begegnungen mit Tieren in uns vergleichbarer Größe aktiviert sofort Instinkte, die in unserem normalen Alltag nicht mehr zum Einsatz kommen. Je nach Situation ist es faszinierend herauszufinden welch Bandbreite an körpereigenen Drogencocktails uns zur Verfügung steht – um z.B. innerhalb von Millisekunden die Aufmerksamkeit zu schärfen oder in einen Alarmzustand zu versetzen. Interaktion von Mensch und Großtier ist ja natürlich als absoluter Normalfall vorgesehen, es kommt heute nur noch selten vor – da kann man viel über sich selbst lernen. Beim Mantarochen kommt hinzu, daß man sich ausserhalb der eigenen Umwelt in einem anderen Medium einem riesengroßen aber freundlichen und sozial interessiertem Flügelwesen (im Wasser) gegenübersieht – kurz: da kommt einiges an kognitiven Dissonanzen zusammen – eine Begegnung mit einem Manta ist eines der eindrucksvollsten Dinge, die der Planet für Dich parat hat, da leg‘ ich mich fest.

Wir unterscheiden hier, ganz unwissenschaftlich, drei Stufen der Begegnung zwischen Mensch und Mantarochen:

1. Sichtung

Das Tier zieht zielstrebig, in einiger Entfernung durchs Sichtgebiet der Taucher und zeigt momentan kein Interesse an weiterer Aktion. Dies allein löst bei „Erstkontakten“ bereits hochemotionale Reaktionen unserer Gäste aus. Mantas sind in echt viel eindrucksvoller als auf Fotos.

2. Nähere Betrachtung

Der Taucher ist für einige Zeit Objekt eingehender Betrachtung, der Rochen wird zügig und zielstrebig auf den Taucher zusteuern, in unmittelbarer Nähe die „Flügelschläge“ einstellen und so ruhig und nah wie möglich (oft in Armeslänge) etwas oberhalb der Augenhöhe am Taucher vorbeikurven wobei ein Auge direkt auf den Taucher gerichtet bleibt. Ein nicht ganz unbegründetes Gefühl von “Augenkontakt“ entsteht. Wer dies zum ersten mal erlebt, hat auf jedenfall ein unvergessliches Erlebnis mit Suchtfaktor dem Erfahrungsschatz hinzugefügt. In aller Regel sind nach dem ersten Vorbei“flug“ noch nicht alle Fragen geklärt, daher wird der Rochen diesen Vorgang einige Male wiederholen.

3. Volle Interaktion

Dies tritt meist in folgenden zwei Fällen auf: Man befindet sich in einer aktuellen Manta-Agreggation mit primär sozialer Ausrichtung (Deutsch: hhmm, Party?). Der Taucher wird als ankommender Gast derselben in Betracht gezogen und auf die für den Anlass benötigten sozialen Skills abgeklopft z.B die berühmten Loopings des Tiers um den Taucher bedeuten oft: „Ey, kannst Du Flirt-Train? Versuchs doch mal…“ Eine weitere Möglichkeit ist, dass man sich auf einer „Cleaning-Station“ befindet und das Tier ein größeres Problem mit sich herumschleppt, wozu es größere Putzerfische benötigt – so ein Taucher an sich ist ein stattlicher Putzerfisch, da kann man schonmal nachfragen. Mantarochen die sich in Netze oder Leinen verheddert haben kommen oft zu Tauchern um das Problem loszuwerden (siehe Video unten). Hat ein Individuum bereits positive Erfahrungen mit Tauchern gemacht, wird er es natürlich dort wieder versuchen – das gute an Tauchern ist ja, die sind so laut, man kann sie Kilometerweit hören. Ob einzelne Mantas von den Erfahrungen ihrer Artgenossen profitieren können, ist wissenschaftlich komplett unbewiesen, die Annahme steht im Raum.

Die berühmten Loopings sind entweder Spielverthalten von Jungtieren (hier) oder Flirtaufforderung von Weibchen
Die berühmten Loopings sind entweder Spieltrieb von Jungtieren (hier) oder Flirtaufforderung..

Die aktuellen Projekte:

1. Volkszählung

Seit einigen Jahren ist die Bestandsaufnahme der weltweiten Großfischpopulationen in vollem Gange. Privatpersonen und Interessierte sind aufgefordert ihre Sichtungen per ID Fotos auf webseiten www.mantamatcher.com zur Verfügung zu stellen. (Hier findest Du z.B.: „Agrippina“ auf Mantamatcher – meinen ersten identifizierten Manta habe ich mit diesem Namen Köln gewidmet). Die Populationen leicht erreichbarer und damit oft betauchter Gebiete sind mittlerweile gut erfasst, aber der Ozean ist groß und es ist dringend erforderlich auch abgelegene und selten besuchte Gebiete zu untersuchen – dies ist einer der Hauptgründe für Expeditionen wie unsere.

2. Hieb und Stichfeste Migrationsbeweise

Internationale Organisationen, deren Regeln, Budgets und alles was damit zusammenhängt, kommen erst dann ins Spiel, wenn eindeutig belegbar ist, dass Populationen regelmäßig Ländergrenzen überschreiten. Schutz einer Spezies in einem einzelnen Land macht keinen Sinn, wenn die gleiche Population im Nachbarland zur Jagd freigegeben ist. Das Stichwort hier ist „eindeutig belegbar“ – im wissenschaftlichen Sinne bedeutet dies einigen Aufwand. Dr. Marshall und Ric Parker hatten bereits 2011 das erste Individuum Manta Birostris in Thailand und Myanmar eindeutig identifiziert. Erst seit meiner dokumentierten Begegnung eines weiteren „Migrators“ auf Black Rock in Myanmar, der bereits ein Jahr vorher in Thailand gesichtet wurde  liegt der Fall bei der UNO und das Thema internationaler Artenschutz für Mantas ist nun auch auf dem politischen Parkett zumindest existent. Seither sind knapp zwei dutzend weitere „migratory individuals“ eindeutig nachgewiesen worden – nicht zuletzt auch auf unseren vergangenen Expeditionen. Während Thailand in Bezug auf Artenschutz für „Tiere-die-alle-lieb-haben“ mittlerweile positiv hervorzuheben ist, sperrt sich Myanmar (noch) gegen konkrete Maßnahmen und Verpflichtungen. In Thailand arbeiten wir nun offiziell als lokales Forschungsprojekt mit Genemigung der entsprechenden Ministerien und lokalen Behörden, während wir in Myanmar weiterhin auf bürokratischen Granit beissen, wenn es um den wichtigen Papierkram geht. Hier bleibt für uns nun weiter die einzelnen Grenzgänger zu identifizieren und zählen bis die offizielle Zahl der Migrantenmantas so hoch ist, daß sich Myanmar internationalem Druck beugen muß.

3. Was essen die, wo poppen die, wo sind all die Männchen?

Simple Detailfragen wie die Ernährung (ja, sie snacken auch Plankton, aber das ist nicht die ganze Geschichte) und Fortpflanzung (es ist noch nie sowohl ein Geschlechtsakt als auch eine Geburt dokumentiert worden) sind weiterhin offen. Die Ernährungsfrage kam mit der Untersuchung von Gewebeproben in Mozambik 2012 wieder auf den Tisch – die allgemeine Annahme, es ginge lediglich um Plankton als Hauptnahrung ist nun nur noch eine Teilwahrheit. Weitere Gewebeproben aus anderen Weltteilen sind nötig. Da Gewebeprobenentnahme eine invasive Forschungsmethode ist (dem Tier werden kleine Teile entfernt – im Gegensatz zum nichtinvasivem Fotografieren) wird es hier schwierig. In Thailand sind invasive Forschungsmethoden an Meereslebewesen verboten, Punkt. Wir ermöglichen einigen Wissenschaftlern zwar unerlaubterweise einige dieser Aktivitäten – diese haben aber dann das Problem, dass die gewonnenen Daten nicht in Veröffentlichungen verwendet werden können. Weiterhin sind 85% unserer Begegnungen hier an der Westküste entweder weibliche Individuen oder Jungtiere beiden Geschlechts. Wo sind die Gentlemen und was machen sie?

Es ist faszinierend wie wenig wir wirklich über einen der größten Ozeanbewohner wissen – erst wenn all diese offenen Fragen beantwortet sind, können effektive Schutzmaßnahmen entwickelt werden.

..und diese Expeditionen?

Ray Of Hope Expeditions Myanmar & Thailand 2017 from Janneman Conradie on Vimeo.

Von 2011 bis 2016 waren wir als lokales als lokaler Servicedienstleister damit beauftragt, die Ray Of Hope Expeditionen der Foundation for Marine Megafauna zu organisieren und durchzuführen. Prinzipiell sind dies normal buchbare Tauchkreuzfahrten, auf denen die Feldforscher mitfahren und ihre jeweilige Feldarbeit vor den Augen der interessierten Gäste durchführen. Die zahlenden Gäste ermöglichen dem wissenschaftlichen Team die Teilnahme und dadurch die einfache Erreichbarkeit vieler nur durch hohen finanziellem Aufwand erreichbarer Orte, da diese Expeditionen weltweit organisiert werden. Oft kommen die Forscher von einem Trip in Ecuador direkt auf den nächsten in Galapagos, dann nach Thailand/Myanmar und reisen dann sofort in ihr Hauptquartier in Mozambik weiter – ja, Meeresbiologe müsste man sein. Diese Expeditionen erwirtschaften keinen Gewinn – dieser geht für die Forschungslogistik drauf und sind daher durchaus im Preisbereich normaler Divecruises auf vergleichbaren Booten. Die Gäste können/sollen sich in das Forschungsgeschehen einbringen – meist durch eigene Fotos. Abends gibt es Vorträge zum Thema und die Erlebnisse des Tages werden in den großen Zusammenhang gesetzt. Diese offiziellen Ray Of Hope Expeditionen haben in den letzten Jahren so große Aufmerksamkeit erreicht, dass die Organisation davon für uns eigentlich nur noch ein paar eMails pro Jahr ist. Die wissenschaftliche Marke Marine Megafauna Foundation wird mittlerweile von Großspendern und medientechnisch von Giganten wie National Geographic getragen, sodass an uns als lokalem Team hier kaum mehr Bedarf besteht. Über die Jahre haben wir hier in Thailand für diese Expeditionen neben dem lokalen Kompetenznetzwerk auch eine ansehnliche Stammkundschaft aufgebaut, die sich die offiziellen Expeditionen nicht wiederholt leisten mögen, da dort der rudementäre Start-Up Charme der ersten Jahre fehlt. Auch die zweite Garde der Forscher ist händeringend auf weitere regelmäßige Low-Profile Expeditionen angewiesen, da die Ergebnisse der ersten Jahre weitere Detailstudien nach sich ziehen und nicht jeder Meeresbiologe den finanziellen und medialen Attraktionsstatus einer Queen Of Mantas erreichen kann.

Deswegen jetzt: Off The Chart!

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Wir sind mit der Führung der Marine Megaufauna Fnd. überereingekommen, dass high-profile Expeditionen für high-profile Spender und high-profile Medien ja schön und gut sind, die Basisarbeit aber an der der Basis, jeden Tag – und nicht nur auf einzelnen 5*-Cruises stattfindet. Daher haben wir letztes Jahr den Segen und das Go für eine weitere Expeditionsreihe in Südostasien bekommen. Unser Ansatz hierbei ist diese Expeditionen so günstig wie möglich, so oft und mit soviel Spaß wie möglich zu gestalten. „Off The Chart“ heisst raus aus der Komfortzone, abseits der bekannten Routen mit relativ wenig Schlaf Erlebnisse und Erkenntnisse zu schaffen. Im März 2017 fand die Jungfernfahrt bis an die Nordspitze des Mergui Archipels statt.

Chief Navigator Liane ist happy, dass wir "Off The Chart" wörtlich meinen.
Chief Navigator Liane ist happy, dass wir „Off The Chart“ wörtlich meinen.

Wir haben in 9 Tagen knapp 1000 Kilometer zurückgelegt, mehrere wundervolle Tauchplätze entdeckt (und einige nicht so tolle auch), ca 80 Liter Spirtuosen vernichtet, ein Lied geschrieben (also „8 Days A Week“ von den Beatles richtig schlecht gecovert), verbotenerweise Meerwasserproben in Myanmar gesammelt, eine alte Unterwasserbombe geborgen, 20 fantastische Tauchgänge am Ende der Zivilisation absolviert und dokumentiert, einen Aggregationsort für Großfisch für uns erschlossen, eine Mondphasenhypthese erstellt, die wir nächstes Jahr zu testen gedenken, Schwertfische gesehen, Wale auf den Tauchgängen gehört und vieles, vieles mehr.

Wir werden in Zukunft mindestens eine Expedition pro Jahr jeden Februar/März von Thailand nach Myanmar aus anbieten, und ab diesem Dezember Winter zusätzlich Raja Ampat in Indonesien.

So läuft das ab

Die schlimmsten Tage, sind die an denen wir weitere Strecken zurücklegen müssen und daher ab dem Vormittag keine Tauchgänge mehr stattfinden. Unser Moraloffizier Rachel ist da ab ca 10:30 sehr streng mit den Gästen: „No more diving, so it’s Gin & Tonic for everybody – NOW!“

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Durchsage d. Moraloffizier 11:30am: „We ran out of Tonic, it’s only shots now..“

Man kann, wie ich als bekennender Nichttrinker, vorher eine Ausnahmegenehmigung beantragen, hat aber den Nachtteil, dass ich dann meist der einzig nüchterne Gesprächspartner bin, der dann noch zur Verfügung steht. Achso, ja normale Tage gibt’s auch noch – meist sind 4 Tauchgänge angesetzt. Die Gegenden, die wir besuchen sind sehr einsam und oft unbesucht – wir versuchen daher, die Landgänge auf ein minimum zu beschränken. Alles Schlechte kommt vom Land her – Moskitos, Sandflöhe und dergleichen.

„Das ist doch nur was für eingefleischte Taucher“

Diese Annahme wäre fast komplett falsch – zwar sind ein Hauptteil der Gäste professionelle oder zumindest sehr erfahrene Taucher. Das Tauchen selbst ist aber hier Mittel zum Zweck und steht thematisch überhaupt nicht im Vordergrund. Wir haben jedesmal auch mehrere blutige Anfänger dabei und die Tauchgebiete sind oft fortgeschritten. Den Anfängern stehen aber selten soviele Pros als Buddies zur Seite wie hier. Das Hauptproblem für die Anfängern ist, dass jene nach der Expedition oft denken, jede normale Tauchsafari wäre nur Ansatzweise so cool wie diese Expeditionen – sind also dann zu verwöhnt fürs echte Leben.

Interessiert?

Wir werden alle zukünftigen Expeditionen hier ankündigen: http://www.scuba-diversion.com/manta-ray-research-trips-khao-lak/

Für die Teilnehmer vergangener und zukünftiger Expeditionen gibt es eine FB-Page, hier kann man sich ein gutes Bild vom Vibe machen: https://www.facebook.com/OffTheChartExpeditions/

Würde mich freuen demnächst mal wieder jemanden von euch an Deck begrüßen zu dürfen ansonsten wünsche ich Allseits:
Immer noch’n GB Platz auf der SD-Card!

Dr. Lesch: macht die digitale Welt dumm?

Deutschlands unterhaltsamster Hobbyphilosoph, Dr. Harald Lesch, begibt sich momentan nur noch selten auf das Feld seiner Expertise, der Physik, und wendet sich immer öfter Themen des täglichen Lebens zu – auf denen er dann nur noch mit einem einzigen Asset glänzen kann: dem gesunden Menschenverstand.

Diesen Sonntag steht die Frage „Macht die digitale Welt dumm?“ auf dem Sendeplan und Harald Lesch schafft es in 16 Minuten fast alle aktuellen Fragen, die Medienkompetenz, Bildung, Erziehung und digitale Demenz verbinden, zu klären – und sagt an, was wichtig ist.

Ausstrahlung Montag 13.Mai 2013 2:20 Uhr

Hier der Videolink: http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/1878770/Macht-die-digitale-Welt-dumm?

 

Leidenschaft Wildtierfotografie

Dies ist die Geschichte von Jannik Pedersen, mit dem ich während meiner Ausbildung zum Divemaster zusammenarbeitete. Jannik kommt aus Dänemark, seine Hobbies sind Playstation spielen, Wasserpfeiffen und betrunken auf Parties mit Frauenüberschuss herumlungern. Jannik hat fünf Jahre lang in Thailand als Divemaster ein standesgemäßes Hippieleben geführt und zu der Zeit als ich ihn traf, war er bereits intensiv mit seinen weiteren Karriereplänen beschäftigt – man kann leider nicht ein ganzes Arbeitsleben mit tauchen in Thailand verbringen. Wie die meisten Dänen zieht es Jannik hinaus aufs Meer und sein ultimatives Lebensziel ist es als Kapitän auf privaten Superjachten zu arbeiten. Da hat er mit seiner Nationaliät gewisse Vorteile, Dänemark ist die Heimat von MAERSK, der weltweit größten Containerschiffgesellschaft und nebenbei jener mit den höchsten Standards und bestem Ruf. Das dänische Bildungssystem bietet traumhafte Möglichkeiten auf dem zweiten Bildungsweg, unter anderem ein Studiums-Ausbildungsderivat zum 1. Brückenoffizier der Kommerziellen Hochseeschiffahrt mit drei Praktikumsjahren auf den modernsten Schiffen von MAERSK. Das ist es auch, wo Jannik momentan gelandet ist. Ich kann ihn mir gar nicht so richtig vorstellen wie er da gerade in seiner Offiziersuniform auf einer hypermodernen Brücke 350 Meter Stahl und hunderttausende Bruttoregistertonnen im Wert von einigen Milliarden mit einem Joystick durch die Weltmeere steuert, tausende Kilometer vom nächsten Nachtclub entfernt. Ich kenne einen anderen Jannik, einen dessen höchstes Interesse einer Point&Shoot Kamera im Zigarettenschachtelformat gilt, und dem was man da herausholen kann.

Jannik mit einem eher einfach zu fotografierenden Tier

Während seinen tausenden Tauchgängen hier an Thailands Westküste hat er gelernt Kompaktkameras und seine 5D-Spiegelreflex auf dem meiner Meinung nach schwierigsten Feld der Fotografie zu meistern: der Wildtierfotografie. Wildtiere modeln nicht, man muß sie zum richtigen Zeitpunkt erwischen, sie stellen sich auch nicht richtig ins Licht und natürlich warten sie nicht darauf, daß man sich selbst richtig positioniert. Die meisten Wildtiere besitzen tarnende Oberflächen und Texturen in irgendeiner Weise, und oft sind sie entweder scheu oder aggressiv – kurz es ist nervenaufreibend vernünftige Fotos von ihnen zu bekommen. Jannik hat nicht nur das Handwerk davon halbwegs gemeistert, sondern auch noch die nötige Ansammlung an Intuition, Furchtlosigkeit und Glück welche man für gute Tierfotos benötigt. Kurz bevor er uns zu seiner Offiziersausbildung verließ, hinterließ er uns ein unendlich wertvolles Repertoire an Fotos zu unserer eigenen Verwendung auf unserer Bürofestplatte und fragte mich, ob ich ihm nicht eine Webseite erstellen könnte. Leider mußte ich damals bei seiner Webseite passen und so dauerte es nun drei Jahre bis er einen Freund dazu überredet hatte, ihm endlich seine eigene Onlinepräsenz zu verschaffen. In der Zwischenzeit wurden seine Fotos mehrfach ausgezeichnet, unter anderem

  • 1. & 3. Platz International Ocean Art Contest, Kategorie Kompaktkamera
  • 1. Platz EQUALIZER DIVE MAGAZINE Issue 9 2012
  • 3. Platz Deep Indonesia Photo Contest, Kategorie Kompaktkamera

Weiterhin wird er mittlerweile bei einer Reihe von Reisemagazinen und großen Medienkonzernen (CNN.com) als Fotolieferant geführt. Das freut ihn natürlich immer aufs neue, seine Hauptmotivation ist aber das Foto richtig zu machen, es hinzubekommen. Dazu scheut er keinerlei Gefahren, wie seine preisgekrönten Krokodilfotos zeigen.

Mit einem Weitwinkelobjektiv muß man da schon auf Bissnähe ran..

Das ist dann weit ausserhalb dessen, was ich mir selbst vorstellen könnte, um ein ordentliches Foto abzuliefern. Seine Intuition und Fingerspitzengefühl sieht man oft an den Bildern von Tieren in Aktion, wie fliegenden Fischen und jagenden Seeadlern.

 

Auch Ausgezeichnet: ein Seeadler bei der Organisation von Frühstück für die Familie

Das letzte mal, als ich Kontakt mit Jannik hatte, verließ er den Suez-Kanal in Richtung somalisches Piratengebiet. „Der Rest der Crew scheisst sich seit zwei Tagen deswegen in die Hosen, der Käptn hat mir gerade mitgeteilt, daß unser Geleitschutz von den Franzosen gestellt wird, seitdem bin ich auch beunruhigt.. ich meine: Franzosen! Wir haben keinerlei Beschwerdeformulare an Bord, wie soll das funktionieren?“ – Das ist Jannik, wie er leibt und lebt – Gefährliches wird entweder zu einem Nebensatz mit Pointe oder fotografiert. In ca einem Jahr wird er seine Ausblidung beendet haben, und uns hier auf der ein oder anderen Expedition wieder zur Seite stehen können. Bis dahin wünsche ich ihm alles Glück und die Sonne immer im Rücken!

Im Tierfotoblog auf feinestier.de findest Du bereits einige Fotos von Jannik, den weit besseren Rest kannst Du auf seiner neuen Webseite http://www.jannikpedersen.com/ und auf seinem Vimeo Account http://vimeo.com/jannikpedersen sehen.

Auf seiner flickr Seite http://www.flickr.com/photos/jannikpedersen/ veröffentlicht er momentan Fotos über sein Leben und Arbeiten auf dem Supertanker NAKSKOV MAERSK. Ein Foto wird er uns wohl weiterhin Schuldig bleiben: Er selbst in Offiziersuniform – er weiß nämlich ganz genau, welch grandiose Lachanfälle er bei uns damit auslösen würde 😉

Tanz mit Mantarochen – Koh Tachai / Similan Inseln 2009 © Jannik Pedersen

Link Building – Internetmarketing für Kreative

Deine Link Building Strategie ist von entscheidender Bedeutung für deinen Erfolg im Internet. Hier ist beschrieben warum Links wichtig sind, welche Arten von Links es gibt, welche davon du benötigst und wie Du sie bekommst.

Links sind die ultimative Währung im Internet. Sie sind auch der Hauptunterschied zwischen dem Internet und gedruckten Inhalten. Sie geben an, was zueinander gehört, wo man mehr erfahren kann, wo und was die Quelle für eine Information ist und in welcher Hierarchie Informationen sinnvoll angeordnet sind. Links geben Auskunft über Relevanz, Vetrauenswürdigkeit, Qualität und Authorität. Ganz nebenbei steuern sie auch noch Traffic. Unangenehmer Fakt #1:

Klassischer Linktausch ist Sinnlos!

Wenn Du einen Bekannten oder Geschäftspartner nach Linktausch fragst und eure Webseiten linken gegenseitig aufeinander, antizipieren Suchmaschinen: genau das – und behandeln diese Verlinkungen mit schlichter Ignoranz. Sorry! Lösung: mehrere Webseiten/Domains zur relevanten Verlinkung betreiben. Falls Du bereits eine Charity mit eigener Webseite betreibst (vgl.: Greenwashing) linkt dein Freund auf deine Businesswebseite und Du linkst von deiner Charity-Webseite auf ihn, somit profitieren alle, Fazit:

Qualitativ werthaltige Links sind einseitige Empfehlungen ohne Gegenleistungslink der verlinkten Webseite.

Das Linkjuice Konzept

Das Linkjuice Konzept ist ein Vorstellungsmodell darüber, wie durch Links Authorität, Vertrauenswürdigkeit, Erwähnungshäufigkeit sowie Deutungshoheit und ganz generell Reputation weitergegeben werden. Es ist ähnlich wie unsere Schulmodelle von Atomen und Molekülen nur eine Näherung an die Realität, aber eine womit wir etwas anfangen können. Selbst wenn uns Google seine Formel dafür geben würde, hätten wir äußerste Schwierigkeiten herauszufinden, was das im Endeffekt bedeutet – etwas besseres als das Linkjuice-Modell haben wir momentan nicht zur Verfügung und es funktioniert folgendermaßen:

Wir gehen davon aus (oder haben anderweitig herausgefunden), daß z.B. wikipedia die vertrauenswürdigste Webseite für Informationan aller Art ist, die momentan existiert. Dafür geben wir dieser Domain wikipedia.org 100 Punkte in Spielgeldwährung die Wikipedia nun weitervergeben darf. Im Artikel über z.B: „Bier“ finden sich zwei weiterführende Links zu anderen Webseiten. Normalerweise würden wir jetzt jeder dieser beiden Webseiten jeweils 50 Punkte von dem Spielgeld abdrücken. Es gibt jedoch eine Möglichkeit diese Weitergabe von Punkten zu unterbinden, die follow/nofollow Technik. Mit dem attribut rel=“nofollow“ läßt sich jegliche Weitergabe von Punkten, Werten, Metriken, Reputation etc unterbinden – Nutzer können diese Links dennoch anklicken und erreichen die verlinkte Seite. Follow/Nofollow ist von entscheidender Bedeutung und wird später nochmal angesprochen.

Sagen wir nun, beide links sind follow, somit erhält jede unserer Bierseiten also jeweils die 50 zu vergebenden Punkte. Jede dieser verlinkten Seiten weist aber selbst weiterführende Links auf, durch welche dann die verbliebenden Punkte weitergereicht werden. Also jeder Dofollow-Link läßt all diese Metriken weiterfließen, daher der Begriff Link Juice (Saft -> kann fließen). Da die Verlinkung im Internet quasi unendlich Komplex ist, ist die Berechnung dieser Metriken auch nur von großen Rechenzentren zu bewältigen.

Das Konzept von fließenden Vetrauenswürdigkeitsmetriken impliziert, daß jemand durch entsprechende Links von starken Webseiten die eigene Webseite aufwerten kann.

Es ist von ausschlaggebender Bedeutung und kann von jedermann benutzt werden, ohne daß wir im Detail verstehen müssen wie es funktioniert.

Linkarten

Links lassen sich in zweieinhalb Grundarten einteilen. Du benötigst Links beider Arten um ein gesundes Linkprofil vorzuweisen.

Brand Links

Beispiele:

Ist klar. Linktext (das blaue da, was man anklicken kann) enthält entweder den Markennamen oder die Homepage, Linkziel (das wo man landet, wenn man draufklickt) ist die Startseite. Suchmaschinen lieben Marken! Warum das so ist, da gehen die Meinungen auseinander, ich erkläre es meist so: das Internet ist kapitalistisch (sorry, not my fault), Suchmaschinen sind kapitalistische Konzerne. Der Tatbestand, daß jemand ein kapitalistisches Business betreibt, eine Marke erschaffen hat, um irgendetwas anzubieten, genügt um bei Suchmaschinen auf der „das-mag-ich“-Liste aufzutauchen. Falls Du mehrere Marken am laufen hast, oder Mitglied in Organisationsstrukturen bist, sei daher nochmal dringenstens an folgenden Umstand erinnert:

Deine wichtigste Domain ist der Name deiner besten Marke

Auch wenn irgendjemand denkt, der Name des Mutterkollektivs oder der entsprechenden Kreativgemeinschaft sei in den Vordergrund zu stellen, vernachlässige niemals deine stärkste Marke – schon gar nicht im Internet!

Brand Links transportieren meist nur Power- oder Citation-Werte des Link Juice weiter, bedeutet auf deutsch: Sie transportieren mehr Quantität als Qualität aller Metriken auf die verlinkte Webseite.

Deep und Referenzlinks

Deeplinks heissen alle Links, die nicht auf die Startseite, sondern auf spezielle Unterseiten verweisen. Hier ein Beispiel für einen Referenzlink:

So ein Link taucht oft am Ende eines Artikels auf. Deeplinks deuten unmißverständlich darauf hin, daß auf der verlinkten Webseite entweder mehr zum Thema oder gar die Quelle für die Information zu finden ist. Dies ist also die Sorte von Link, die Vetrauenswürdigkeit und Authorität (Trust) weitertransportiert. Einen Deeplink, der mitten aus einem lesbaren und sinnvollen Text herausführt nennen wir

Ankertextlink

Beispiel:

– hier stehen 100 Wörter Text, dann – „.. und danach gingen wir noch in einen anderen Klub, da habe ich mittlerweile doch tatsächlich den Namen vergessen, ist ja auch egal, macht ja nichts, wir hatten aufjedenfall spaß und die Musik hatte mich schon an der Garderobe gepackt, ich mußte umgehend auf die Tanzfläche, dort angekommen sah ich daß da ja DJane Franca am techno spielen war, suuuuuuper, das hätte ich  mir ja schon zwanzig Kommas vorher an der Garderobe denken können, ab…“ – undsoweiterundsofort mit noch mindestens 300 Wörten bis zum nächsten Punkt.

Dies ist die mächtigste aller Linkformen sehen wir uns die Merkmale an, die diese Links so interessant machen:

  • Kontextrelevanz – der verlinkende Text steht in unmittelbaren Zusammenhang mit dem Inhalt der verlinkten Landingpage
  • Authentizität – Der Autor nennt Quelle/Verweis direkt aus dem Text heraus, er hat sich nicht die Mühe gemacht Referenzen am Ende seines Textes anzufügen, desweiteren lässt sich kontextrelevanter Sprachgebrauch detektieren.
  • Ankertext (das blau geschriebene) gibt eindeutige Hinweise um was sich der Inhalt der verlinkten Seite handelt und beinhaltet im besten Falle Schlüsselwörter für die diese Landingpage bei Suchmaschinen ranken möchte.
  • Schlüsselworte in unmittelbarer Nähe des Ankertextlinks – hier steht „techno“ nur zwei Wörter neben dem Link zu Franca – sowohl wir Menschen als auch Suchmaschinen kommen daher zu dem Schluß, dass techno und DJane Franca in einem wie auch immer gearteten Zusammenhang stehen.

Ankertextlinks sind die RollsRoyce und Ferraris gleichzeitig unter den Linkarten – von ihnen willst Du soviele wie möglich haben. Ihre Ankertexte müssen deine Schlüsselworte enthalten! Jetzt nicht gleich losrennen, und versuchen welche zu organisieren – solche Links (von Webseiten mit guten Metriken) zu bekommen bedeutet hohen Aufwand, viel Sorgfalt und Zeit. Hierbei sind viele Dinge zu beachten, wir machen erstmal mit Grundwissen weiter. Aber alles Streben läuft am ende auf diese Premiumlinks hinaus. Bevor wir mit guten Vorsätzen, Premiumcontent, Hilfs- & Partnerschaftsangeboten, unerzählten Geschichten, Bestechungsgeldern und Aphrodisiaka bewaffnet in die Welt hinausziehen um im Zuge der Linkaqkuise unsere potentiellen Linkgeber aufzusuchen, müssen wir erstmal herausfinden, ob der ganze Aufwand für diesen Link nun lohnt, daher müssen wir zuallererst lernen

Domainmetriken Analysieren

Is ja eeekelhaft – „Metriken analysieren“, gerade las sich das noch nach James-Bond-Abenteuer und jetzt erstmal trockene Mathe. Sorry, das muß! Ich mache es so knapp wie möglich. Du mußt jetzt kein Spezialist in Domainmetriken werden, Du mußt nur lernen zu erkennen, ob eine Domain stark genug ist, um den Aufwand zu rechtfertigen, alle Register der sozialen Linkakquise zu ziehen, oder ob nicht doch lohnendere Ziele mit weitaus weniger Aufwand erreicht werden können. Dazu installierst Du dir eine SEO-Toolbar für deinen Browser, ich benutze die von SEOquake und die RDSbar. Aktiviere diese Toolbars nur, wenn Du die entsprechenden Webseiten analysieren willst – sie senden bei jedem Seitenaufruf eine ganze Reihe Anfragen durchs Netz, das könnte dein Surfen geringfügig verlangsamen. Nun hier sind die Basismetriken für diese Domain und ich erkläre kurz, was sie bedeuten, wie wichtig sie sind und warum Du gar nicht so genau bescheid wissen musst, um sie zu nutzen:

  • Anzahl Indizierter Seiten: soviele Unterseiten dieser Domain sind im Google index vorhanden – je mehr desto besser
  • GooglePagerank: Der nichttotzukriegende Evergreen, konglomeriert tatsächlich immer noch etwas Aussagekraft über eine Domain in nur einer einzigen Ziffer – Google selbst würde ihn gerne wieder abschaffen, gibt aber grummelnd zu, daß er in der Nutzung weiterhin halbwegs funktioniert. Relevante Webseiten haben PR2 oder höher, die Premiumliga beginnt mit PR5. Als kurzer Check über eine Domain ist er ok, gib aber nicht zuviel darauf. Auch Webseiten mit niedrigem Google-Pagerank können gute Lieferanten von Linkpower sein!
  • DMOZ Eintrag: dient heutzutage im Grunde nur noch der psychologischen Kriegsführung von SEO-Spezialisten untereinander. Ich bekomme jedesmal einen veritablen Wutanfall, wenn ich herausfinde, daß ein Konkurrent einer meiner Kunden in DMOZ eingetragen ist – für Dich ist das quasi ohne Bedeutung.
  • WebArch/Domainalter: bereits mehrfach erwähnt – je älter eine Domain, desto besser
  • SEOmoz: Vergibt zwei Zahlen: Domainauthority und Pageauthority. Es ist die gleiche Metrik welche angibt wie Vertrauenswürdig eine Domain und eine einzelne Seite aufgrund ihrer eingehenden Links ist. Die eine Zahl ist für die komplette Domain, die andere für die jeweilige Unterseite. Hier kannst Du unter anderem herausfinden, von welcher Unterseite einer Domain aus Du den wertvolleren Link bekommen kannst.

  • Alexa: sagt uns netterweise welchen weltweiten Rang diese Webseite aufweist (eher unwichtig) und wieviele relevante Links Alexa gefunden hat, über die tatsächlich Besucher kommen (wichtig)
  • MajesticSEO: diese Zahl zeigt die Anzahl an verlinkenden Domains auf diese Webpage. MJ hält die Daten von entdeckten Links in einer Historie fest und vergibt eigene Metriken CitationFlow & TrustFlow welche (flow) eindeutig auf das Linkjuice Konzept zurückzuführen sind.
  • SEMRush: gibt einen Wert in U$ an. Dieser Geldbetrag entspricht dem Wert des Traffics, den diese Webseite aus natürlichen Suchergebnissen pro Monat bekommt. Der Geldbetrag wird dadurch errechnet, daß SEMRush folgendes annimmt: „Wenn diese Webseite diesen Traffic nicht aus natürlichen Suchergebnissen bekäme: wieviel Geld müsste der Webseitenbetreiber pro Monat an Werbeausgaben tätigen, um die gleiche Anzahl an Traffic für diese Schlüsselworte einzukaufen“ Sprich: alle Ziffern größer als 0 deuten darauf hin, daß diese Webseite in ihrer Nische im Geschäft ist, und relevante Besucherzahlen von Suchmaschinen bekommt ohne dafür Geld auszugeben. Der Wert dieses Traffics wird von SEMRush hier in U$/Monat angegeben.

All diese Zahlen geben einen groben Überblick, wie stark eine Webseite sowie deren ausgehende dofollow Links sind. Du musst hier keinesfalls im Detail verstehen, was genau welche Metrik bedeutet, um sie anzuwenden. Alles was Du tun musst sind die Werte verschiedener Webseiten im Vergleich zu betrachten. Du wirst die Werte deiner eigenen Webseite und die deiner Wettbewerber kennenlernen, dann siehst Du dir ein paar stärkere Webseiten (BBC, Spiegel, etc) an, und auf dieser Basis gewinnst Du dann recht schnell ein gewisses Gefühl dafür. Als einfachsten Ratschlag habe ich diesen hier parat:

Wenn eine Webseite für dich kontextrelevant ist und alle Metriken höher als deine eigenen sind, ist dies ein gutes Linkaqkuiseziel.

Bevor es aber auf Linkaqkuise geht, müssen wir jetzt nachdem wir gelernt haben, wie man eine Domain recht schnell einschätzen kann, noch die

Potentielle Linkquellen Identifizieren

Hier gehen wir am besten von einfach nach schwierig, also suchen wir uns zuerst die naheliegendsten Linkquellen

Leute, die Du kennst

Frag jeden, den Du kennst, und der halbwegs kontextrelevant für dich ist nach einem Link. Beachte hierbei, daß klassischer Linktausch nutzlos für euch beide ist! Eine Art von Kontextualität, an die Du gerade nicht denkst, ist Lokalität! Das ist ein heißes Thema momentan, Suchmaschinen möchten uns immer die nächstgelegenen Angebote präsentieren – seit einigen Jahren schon ist Lokalität eines der wichtigsten Themen in den Entwicklungsabteilungen der großen Suchmaschinenkonzerne. Daher ist es erlaubt, daß der Metzger von nebenan auf Deine Drum’n’Bass Partyreihe verlinkt unter der Erwähnung guter Nachbarschaft und weiterer Empfehlungen.

Verwandle existierende Erwähnungen in Links

Du bist bereits irgendwo erwähnt, ohne daß Du einen Link dafür bekommen hast? Oder Du wurdest noch zu Zeiten erwähnt, als Du noch keine eigene Webpage zum verlinken hattest? Es ist sehr einfach dort nachträglich den rechtmäßigen Link auf deine Page zu bekommen, das kostet Dich allerhöchstens ein paar Emails und ein Feierabendbierchen an den entsprechenden Webmaster.

Interne Verlinkung

Interne Verlinkung bedeutet, daß Du innerhalb deiner eigenen Webseite von einem Artikel auf einen anderen verlinkst. Man möchte denken, daß dies nicht so wertvoll wie externe Links ist – es ist aber weitaus mächtiger als gemeinhin angenommen. Der beste Weg ist, einen guten Blog zu betreiben und dann von den Blogeinträgen immer mal wieder auf die Kerninhalte unter Verwendung von den entsprechenden Schlüsselwörtern im Linktext zu verweisen, genauso wie ich es in „Das Content Gefüge“ beschrieben habe. Das Tolle daran ist, daß du auf deiner eigenen Webseite alles unter Kontrolle hast – also Artikel, Links und Ankertexte frei nach deinem Willen steuern kannst.

Branchenverzeichnisse

Das ist der Einstieg ins erweiterte professionelle Linkbuilding. Branchenverzeichnisse im Internet gibt es mehr als Elementarteilchen im Universum. Nutze die Domainmetriken, um herauszufinden ob ein bestimmtes Verzeichnis den Aufwand, alle deine Businessdaten aufs neue dort einzutragen, lohnt. Viele Branchenverzeichnisse sind kostenlos – Du hast aber jedesmal einen Arbeitsaufwand von minimum 30 minuten für einen Eintrag – gut also, wenn Du Studenten und Hilfskräfte beschäftigst und grade eben Arbeitsflaute ist 😉 kostenpflichtige Branchenverzeichnisse können extrem viel Power in ihren Links weitergeben. Die durchschnittlich 70,- € pro Jahr können sich sehr gut rechnen, wenn Du Geschäft aus organischem Suchtraffic generieren willst. Wenn nicht, bleib bei ein paar guten kostenlosen Verzeichnissen.

Artikel Einreichungen

(in englisch: Article Submission) – sind erste Anlaufstelle für wertvolle Ankertextlinks. Das Prinzip ist: Die artikelveröffentlichende Webseite bekommt kostenlosen Inhalt von dir und du bekommst im gegenzug die Gelegenheit ein bis zwei Dofollow-links dort einzubauen. Es fließt kein Geld, aber jeder der Artikel muß unique-content sein, d.h. Du mußt es jedesmal neu und anders schreiben (lassen). Da ist also Arbeitsaufwand angesagt, den Du natürlich irgendwo berechnen mußt. Benötigst Du z.B. fünf Stunden für einen Artikel schlagen mindestens 150,- € Arbeitskosten zu buche. Ich erwähne das, um zu zeigen, daß je wertvoller ein Link für dich ist, desto mehr innerten Wert er auch besitzt.

Gute Links kosten entweder Arbeit, Zeit oder Geld – meistens alles drei.

Linkprofilanalyse der Wettbewerber

Unter Seokicks.de, alexa.com oder backlinktest.com kannst Du sehen, woher deine Wettbewerber wertvolle Links bekommen. Kannst Du diese auch bekommen? Meistens ja.

All dies ist Link Building nach Schema F. Wir haben den Vorteil, daß wir kreativ sind, daher betreiben wir auch

Kreatives Link Building – Make News or Make Friends

Dort ist zuallerst eine passive Variante zu nennen, bei der Du nicht viel mehr zu tun hast, als in vorangestellten Artikeln beschrieben, gute Inhalte zu produzieren und regelmäßig zu veröffentlichen. Aus der perspektive des Link Buildings heißt das dann

Link Baiting

Die natürlichste Form des Link Buildings bedeutet schlicht: Deine Inhalte sind so

  • gut
  • interessant
  • witzig
  • wertvoll
  • neu
  • kontrovers
  • hilfreich

daß andere über sie schreiben und weiterverbreiten, und auf die Originalinhalte auf deiner Webseite verlinken. Jeder Link hat einen innerten Wert, hier hast Du den Aufwand in die Inhalte selbst gesteckt. Die Links, die Du dafür bekommst ist die Ausbezahlung in Internetwährung davon. Das ist die absolute Premium-Godmode Liga. Falls Du Links auf diese Weise in Regelmäßigkeit bekommst, mußt Du nichts weiter machen und kannst alles, was ich darüber geschrieben habe jetzt schon vergessen. Die Realität sieht für uns meist anders aus – wir müssen da oft ein bischen nachhelfen, also

Was hast Du anzubieten?

Und wer ist daran interessiert? Stelle eine Liste von allen Dingen zusammen, die Du bereit bist „einfach so“ herzugeben und damit als hilfreich betrachtet zu werden. Du möchtest am ende einen Link dafür. Primäres Ziel dieses Ansatzes sind Journalisten und Autoren. Sie sind angewiesen auf Stories und Inhalte und müssen diese am Laufband produzieren. Diese Inhalte werden meist auf Webseiten mit exzellenten Metriken veröffentlicht – Sie haben oft geringes bis null Budget für ihre Stories und sind extrem Dankbar für deine Hilfe in jedem Bereich („Oh, und Du meinst Du kannst auch noch druckfähige Fotos dafür liefern, das wäre aber äusserst toll!“). Den Link bekommst Du ganz nebenher, zusätzlich bekommst Du aber noch eine Erwähnung in der Presse und bleibst in deren internen Kartei als „hilfreiche Externe Quelle“ bestehen – Du wirst nicht glauben, was für Anfragen Du ein, zwei jahre später aus dieser Richtung bekommen wirst. WinWin Situation galore! Sei ehrlich und kommuniziere von Anfang an, daß Du den Link (mit exakt diesem oder jenem Ankertex) haben willst. Du wirst nach der Veröffentlichung darauf bestehen müssen, daß dies in deinem Sinne abgeändert werden muß – die Originalvereinbarung hat das ganz klar beinhaltet und Du mußt darauf vorbereitet sein, daß Journalisten und Autoren vom Wert eines gut gesetzten Links unter Verwendung von korrektem Ankertext keinen blassen Schimmer haben!

Schreibe die Story zuerst und in aller Ausführlichkeit

Gehört prinzipiell zum Link Baiting, aber Du kannst hierbei auch sehr kreativ sein. Wenn gerade nicht viel los ist, kannst Du Begebenheiten entdecken, die bisher unbeschrieben sind und nach Behandlung verlangen (z.B neue Produkte in deiner Nische). Interessierte bloggende Zeitgenossen nutzen bestimmte Tools (z.B. GoogleAlerts) um neue Stories in ihren Nischen aufzuspüren – Sie werden deinen neuen Ansatz aufgreifen und auf Dich verlinken. Gleichzeitig hast Du wieder einmal Premiuminhalt auf deine Webseite gestellt.

Sei Karitativ und Umweltfreundlich

Dies ist ein sehr mächtiges Marketingwerkzeug, wenn Du es richtig nutzt. Habe ich alles im Greenwashing Artikel beschrieben.

Fazit

Hier nochmal zusammengefasst, über was du dir betreffend Qualitätslinks im Klaren sein mußt:

  1. Jeder Link besitzt einen spezifischen innerten Wert.
  2. Dieser Wert entspricht einerseits dem Aufwand, den Du betreiben mußt, um ihn zu bekommen.
  3. Sobald der Link existiert, profitierst Du langfristig von seinem Wert da er ab dann für dich arbeitet.
  4. Hochqualitative Links sind oft nur mit hohem Offline-Aufwand zu bekommen.
  5. Die besten Gelegenheiten für hochqualitative Links entstehen aus Beziehungspflege (deutsch: Social-Networking).

 

Frohes Schaffen und schreib drüber!

Greenwashing – Marketing für Kreative

Hier geht es darum, wie man durch Weltverbessern win-win-win Situationen schafft, damit das eigene Geschäft stärkt und die Konkurrenz in vielen Bereichen abhängt.

Zuerst die Klärung, wie Greenwashing und Internet zusammenhängen:
Die Originalbedeutung davon ist ja, wenn sich Unternehmen einen grünen Anstrich verpassen, der ihnen so in Wirklichkeit gar nicht zusteht, um ihr Image aufzupolieren. Im meinem Alltag höre ich Kunden oft sagen „wir müssen mal wieder etwas Greenwashing betreiben“; sie meinen damit aber tatsächlich „etwas gutes tun“. Ich behalte den Begriff Greenwashing für „etwas gutes tun / geimeinnützige unkommerzielle Ziele verfolgen zum Zwecke des Marketing“ bei, da er sich in diesem Gebrauch mit Augenzwinkern durchgesetzt hat, und uns daran erinnert, daß bei allem Guten, das wir der Allgemeinheit antun, im Grunde unsere eigenen egoistischen Businessziele verfolgen. Kontrovers? Dann, lass es uns mal ausfechten:

Ich wohne momentan in einem buddhistischen Land. Hier ist es obligatorisch und alltäglich für Jeden, etwas Gutes zu tun, zu spenden und anderen zu Helfen. Jeder noch so profane Grund wird zum Anlaß genommen, z.B bei Geschäftserfolg oder Verschonung in Krisen etwas zu spenden, Danke zu beten und persönliche Hilfe an Bedürftigen zu leisten. Der dahinterliegende Grund ist aber rein egoistischer Selbstzweck, nämlich das eigene Karmakonto im Plus zu halten um nicht als Mücke wiedergeboren zu werden. Diese Leute leben das Prinzip, das ich hier als Greenwashing vorstellen möchte, seit Tausenden von Jahren, und allen Empfängern dieser Gutherzigkeit ist es total egal, daß der eigentliche Grund hinter der Barmherzigkeit schlichter Egoismus ist – das Ergebnis zählt!

Und hier kommt jetzt das Internet ins Spiel. Anstatt ein buddhistisches Karmakonto haben wir nun Vertrauenswürdigkeitsmetriken (siehe: Einführung ins Internetmarketing), auf denen wir die Kudos für unsere guten Taten voll meßbar für uns verbuchen und alle sich daraus ergebenden Mehrwerte verfügbar machen und weiter nutzen können.

Wenn du jetzt angesichts dieser „ruchlosen und manipulativen“ Absichten an die Decke gehst, lies bitte das Kapitel über Veränderung der Realität und Manipulation im SEO Artikel um mir weiter folgen zu können. Dort habe ich auch beschrieben, daß das alles real sein muß – also Faken gilt nicht!

Du musst es wirklich machen und Du musst es selbst machen!

Was? Nun die Welt steckt voller Probleme, Mißstände und zu lösenden Herausforderungen.

  • Suche dir etwas in deinem lokalen Umfeld, wo Du mit wenigen Leuten eine Veränderung zum Positiven herbeiführen kannst.
  • Gründe Dein eigenes kleines gemeinnütziges Projekt dafür
  • Lege selbst persönlich Hand an

Diese drei Punkte sind, wie ich im weiteren beschreiben werde, ungemein wichtig. Weiter, daß dein gemeinnütziges Projekt selbst tatsächlich ohne primäres kommerzielles Interesse agiert und positive Veränderungen bewirkt – am besten finanzierst Du es aus den Einnahmen deines Betriebes, dann hast Du keinen Ärger mit dem Funding, das Projekt bleibt klein und überschaubar genug und Du behältst alles in deiner eigenen Hand. Große Charities, mit großen Budgets, die viel bewirken können, sind toll wenn sie etwas verbessern – große Organisationseinheiten benötigen aber auch einen entsprechenden Overhead und sind dadurch mitunter weniger schlagkräftig und flexibel in ihrem Handlungsspielraum. Schliesse Dich einem großen Projekt ruhig an, wenn Sie Interessen vertreten, die dir wichtig sind, das aber ist dein Hobby – deine eigene kleine schlagkräftige Guerillacharity kann teilweise Wunder in sehr kurzer Zeit und hoher Effizienz bewirken, wenn Du sie richtig führst. Wenn Du selbst mit einem kleinen Projekt kleine Verbesserungen in der Welt bewirkst, hast Du folgende Vorteile gegenüber anderen, die sich größeren Charities anschliessen:

  • Es ist alles auf deinem Mist gewachsen, Dir wird die volle Punktzahl dafür gutgeschrieben
  • Du gewinnst extrem an moralischer Authorität und bist auf diesem Felde dann quasi unangreifbar
  • Wenn alle in ihrer kleinen Ecke der Welt kleine Dinge zum besseren Verändern, macht dies in der Summe einen viel besseren Planeten
  • all diese Credits und deine neue moralische Authorität, bewirken (mit etwas Nachhilfe) Wunder für dein Business

Ich halte fest:

Solange ein gemeinnütziges Ergebnis hin zum Besseren erzielt wird, sind die grundlegenden Motivationen dafür zweitrangig.

Es ist nicht nur moralisch absolut erlaubt, durch gemeinnützige Arbeit erlangten Imagegewinn für sein Geschäft zu nutzen, es ist unabdingbar.

Nicht überzeugt? Ok, dann so: Seit drei Jahren bin ich maßgeblich in mehreren gemeinnützigen Projekten meiner eigenen Unternehmungen und für Kunden involviert. Ich habe persönlich Geld für Waisenhäuser gesammelt, Hilfslieferungen für rechtlose Minderheiten in Grenzgebieten organisiert und sie auf eigenes Risiko persönlich dorthin geschmuggelt. Ich habe Fotos und Datenmaterial von vom Aussterben bedrohten Tierarten gesammelt und ausgewertet um sie Wissenschaftlern zum Zwecke der Verwendung auf der Internationalen Artenschutzkonferenz zukommen zu lassen. Ich half Reportern und Dokumentarfilmern Zugang zu den abgeschotteten Seezigeunern zu bekommen, um ihre vom Verschwinden bedrohte Lebensweise zu dokumentieren. Momentan führen wir eine lokale Aufklärungskampagne durch, die zum Ziel hat, Haie in unserer Gegend vor der Ausrottung zu bewahren. Natürlich mache ich dies alles nicht nur des Business wegen – ein klein bischen Gutmensch bin ich ja auch, muß ich zugeben – aber bei jeder Aktion habe ich im Hinterkopf, wie ich das für welches Business verwenden kann, und wie ich damit noch die besten Links für die entsprechenden Webseiten dadurch einsammle. Moralisch verwerflich? Nun, im Gegensatz zu jedem, der mir für diese Einstellung an den Karren pissen möchte, kann ich sagen: Ich habe es getan. Und die Entgegnung auf alle pseudomoralischen Angriffe ist einfach nur: „Und? ..was hast Du bisher getan um dies zu einem besseren Planeten zu machen?“ Ich habe alles Recht damit anzugeben, diese Leistungen genau dann vorzuweisen, wenn Sie von Vorteil für mich oder für mein Business sind. Darüber SEO zu betreiben und meine Brands im besten Lichte zu präsentieren, denn alles davon ist echt. Weiterhin möchte ich anmerken, daß ich im Zuge all dieser Tätigkeiten vielen erfolgreichen Vollprofis im Weltverbessern begegnet bin, und rate mal: Die denken alle genau so – von ihnen habe ich das Meiste darüber gelernt.

Passives Greenwashing

Passives Greenwashing ist z.B. wenn man in der Kantine fair gehandelten Kaffee anbietet, die Webseite bei einem „grünen“ Hosting unterbringt, zu einem „grünen“ Stromanbieter wechselt oder eine handvoll Milliönchen für lokale Jugendprojekte spendet – kurz: alle Dinge, die man nicht selbst organisiert, sondern Unterstützung von Kampagnen Anderer die oft noch ein Siegel dafür anbieten. Das ist schön und gut, wenn Du hinter der Sache stehst und das alles Sinn macht. Nur ist es für dein Marketing absolut untauglich und Du solltest vermeiden damit hausieren gehen zu wollen. Du siehst einfach nur lame aus gegenüber deinem Konkurrenten, der z.B. bei Kälte ins Auto springt um Obdachlosen Wolldecken und warme Getränke persönlich zu überreichen. Weiterhin kann man mit der Unterstützung siegelverteilender Organisationen auch öfter mal baden gehen – ich möchte nur an die ganzen Dschungel-Wiederaufforstungs Projekte erinnern, die sich am Ende als betrügerische Palmölplantagen Investments entpuppten, ganze Provinzen in Katastrophengebiete verwandelten und die Unterstützer um ihre Einlagen betrogen. Die schlimmste Art sein gutes Herz zu zeigen ist, nichts anderes zu tun, als good-cause Posts auf facebook zu sharen und dabei so zu tun, als würde man damit jetzt echt etwas erreichen. Diese niederste Form der Weltverbesserung sollte Privatpersonen vorbehalten bleiben.

Technische Feinheiten

Um die Credits deiner Gutherzigkeit wirksam und meßbar einzusammeln braucht deine Charitykampagne natürlich eine eigene Webseite. Die Verknüpfung und Verlinkung der Charity mit deinem Originalbusiness ist tricky und mit Sorgfalt zu erstellen – Vorteil, wenn Du die Charity ausschliesslich aus den Umsätzen deines Betriebes finanzierst: „dieses Projekt wird finanziert von http://deinebusinessdomain.com“. Ein Charityprojekt aufzusetzen verlangt Arbeit, Durchaltevermögen, Nerven und viele Gespräche mit Betroffenen, anderen Charities und Experten auf diesem Gebiet. Sei offen und ehrlich, was deine Grundmotivationen und Absichten angeht – die Meisten der involvierten Leute wissen, wie der Hase läuft, schätzen Ehrlichkeit, denken wie ich beschrieben habe und sehen in deinen Grundabsichten, die Credits für dein Marketing zu verwenden, absolut nichts verwerfliches. Klare Formulierung deiner Absichten im Vorfeld verhindert späteren Ärger.

Zolle gut gemachten Charitykampagnen deiner Konkurrenten den gebotenen Respekt, wenn sie echt sind. Bei Angriffen auf reale, gute und selbst durchgeführte Maßnahmen bist Du meist moralisch unterlegen und das kann als böser Bumerang auf dich zurückkommen. Zerreisse deine Konkurrenten in der Luft und drehe sie durch den Fleischwolf, wenn Sie schlechte oder Fake-Charities durchführen – aber nur wenn Du selbst eine Bessere am laufen hast, also in der moralisch höheren Liga spielst.

Betrachte alles, was Du im Zuge deiner Kampagne erlebst, als persönlichen Gewinn. All die Leute, die Du kennenlernst – all die Dinge, die Du lernst – die Beziehungen, die du knüpfst und die Hürden, die Du aus dem Weg räumst. Dies alles kann schon Lohn genug für deinen ganzen Aufwand sein. Ich hoffe es ist relativ unnötig, hier zu erwähnen, daß alles was Du in diesem Zusammenhang machst und erlebst, exquisites Blogmaterial ist.

Du siehst, es läuft alles auf eine superwinwinwinwin Situation hinaus: Du brauchst gutes Marketing und eine höhere moralische Authorität um dein kapitalistische Business erfolgreich zu betreiben. Dafür hilfst du Anderen und verbesserst die Welt, dies ist gerade Hype, somit folgst du millionen anderer Kleinbetriebe, die sich bereits diversesten Problemen in ihrem lokalen Umfeld annehmen und als gutes Beispiel dienen. Eventuell bist du ja demnächst das strahlende Vorbild in deiner Nachbarschaft.

Könnten wir mit diesem Spin im Kapitalismus die Welt tatsächlich zu einem besseren Ort machen? Lass es uns zumindest versuchen.

Frohes Schaffen, und schreib drüber!

Feines Tier